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Darum ist Rindfleisch für unsere Ernährung so wertvoll

Wer gesund ist und es bleiben will, der kann ohne Bedenken Fleisch essen. Warum? Der menschliche Organismus benötigt zum Erhalt seiner Funktionen zum einen Energiestoffe (Kohlenhydrate und Fette) und zum anderen Mineralstoffe, Proteine und Vitamine – und das täglich und in ausreichender Form. Je ausgewogener man sich ernährt, desto höher ist die Leistungsfähigkeit, während gleichzeitig das Immunsystem gestärkt wird. Neben Gemüse und Obst ist Fleisch ein wichtiger Lieferant der am meisten benötigten Nährstoffe – und besonders Rindfleisch enthält wertvolle Vitamine, Proteine und Eisen.

Grafik zu den Nährstoffen im Rindfleisch

Warum ist Rindfleisch so nährstoffreich?

Während das Fleisch vom Lamm, Schwein und Geflügel ein optimaler Lieferant für essentielle Nähr- und Inhaltstoffe ist, enthält Rindfleisch insbesondere viel Eisen, Zink und das Enzym Selen – ein Stoff, der den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone steuert. Eisen wiederum ist essenziell für die Blutbildung. Hinzu kommen wichtige Eiweiße, die im Rindfleisch in sehr verträglicher Form vorhanden sind: So kann der menschliche Körper daraus über 90 % körperliches, eigenes Eiweiß bilden. Die sogenannte biologische Wertigkeit von Rindfleisch ist damit sehr hoch.

Was zeichnet Rindfleisch aus?

Rinder sind Weidetiere und fressen mehrheitlich Gras an der frischen Luft. Somit bekommen sie ausreichend Bewegung, wodurch ihr Fleisch gut durchwachsen und mager bleibt. Heutzutage wird fast ausschließlich das Fleisch von Jungbullen verkauft, das relativ fettarm ist – damit ist der noch immer verbreitete Irrglaube, Rindfleisch habe einen hohen Fettanteil und damit mehr Cholesterin, längst widerlegt.
Interessant: Auch tierische Fette enthalten einfach sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für den Menschen sehr wertvoll sind.

Warum bevorzugen Flexitarier oft Rindfleisch?

Verzichten Menschen mehr als 1- bis 2-mal pro Woche auf Fleisch, dann spricht man oft von Flexitariern: eine Ernährungsweise, die seit Jahrhunderten gelebt wird. Bis in die jüngere Vergangenheit zählte Fleisch zu den Besonderheiten auf dem Speiseplan, weil es im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln sehr teuer oder Mangelware war.
Inzwischen stellt ein saftiges Stück Fleisch eine schmackhafte Abwechslung zur kohlenhydratreichen Ernährung mit Gemüse und Obst dar. Rindfleisch bietet sich hierzu besonders gut an, da es im Gegensatz zu anderen Fleischsorten etwas herzhafter und gehaltvoller ist.

Warum ist Rindfleisch so beliebt?

Der tolle Geschmack und die gute Nährstoffbilanz sind ein Grund, wieso sich Rindfleisch einer so großen Popularität erfreut. Der andere ist die Faszination für die Fleischzubereitung, die auch in der Werbung von früh bis spät zelebriert wird: Wer kennt sie nicht, die Diskussionen am Grill um das beste Stück vom Rind?
Ob Tomahawk-, Flank-Steak oder Beef Brisket – die selbsternannten Grillmeister kennen die wichtigsten Cuts (amerikanisch für „Zuschnitte“), die richtigen Garzeiten und die besten Marinaden. Auch wenn die Teilstücke bei fast allen Fleischsorten gleich sind, meint der Kenner das Rinderfilet, wenn er vom besten Cut spricht. Die Beliebtheit des Rindfleischs ist also nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch des erfolgreicheren Marketings.

Ist Rindfleisch wirklich besser als Putenfleisch?

Das kann man so nicht sagen. Letztlich kommt es auf die Haltung an: Da Puten anfälliger für Krankheit sind, werden dem Futter teilweise Zusätze beigemischt – was das Putenfleisch etwas in Verruf gebracht hat. Nichtsdestotrotz ist Putenfleisch gesund, unter anderem weil es sehr, sehr mager ist. Das Rindfleisch steht dem allerdings in nichts nach und glänzt mit guten Nährwerten und einem herzhafteren Geschmack. Somit lässt sich die Entscheidung für das Rindfleisch eher subjektiv und nicht objektiv begründen.

Rindfleisch mit Pommes auf Teller

Die größten Rindfleisch-Mythen im Faktencheck

Mythos #1: Veganer sind gesünder! Der Verzicht auf tierische Produkte bedeutet, dass man wichtige Bausteine wie Mineralstoffe, Vitamine und sonstige Nährstoffe durch andere Produkte zu sich nehmen muss. Ansonsten kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Um deshalb gute Fette, Spurenelemente und Mineralien in eine vegane Ernährung abseits des Fleischkonsums zu integrieren, ist die gezielte Auswahl der Lebensmittel wichtig.

Gut zu wissen: Leider beinhalten vegane Ersatzprodukte oft Stoffe aus der Riege der unerwünschten „E-Nummern“: Dabei handelt es sich um kennzeichnungspflichtige Stoffe, die für den Körper nicht unbedenklich sind.

Mythos #2: Kalbfleisch ist besser als Rindfleisch! Stimmt so nicht. Beides sind wertvolle Fleischarten, die eine sehr ausgewogene Anzahl von wichtigen Nährstoffen enthalten. Da das Fleisch von Kälbern deutlich jünger ist, ist es zarter und hat einen milderen Geschmack.
Unser Tipp: Achten Sie bei der Zubereitung von Kalbfleisch darauf, es nicht so lange zu garen wie Rindfleisch. Auch sollten Sie beim Würzen weniger Salz verwenden.

Mythos #3: Rindfleisch kommt immer aus der Massentierhaltung! Da der Verbraucher zunehmend auf die Haltungsform bei Tieren achtet, sinkt der Anteil der Massentierhaltung immer weiter. Die offene Stallhaltung nimmt dabei zu und überwiegt bereits. Insbesondere die Weidehaltung verbreitet sich und innovative Bauern züchten spezielle Rinderrassen für besonders hochwertiges Rindfleisch. Der Trend geht somit zu mehr Tierwohl – und davon profitiert auch die Qualität des Fleisches.

Mythos #4: Fleischesser leben ungesund! Wieder ein Irrtum, denn wie bereits gesagt: Insbesondere das magere Rindfleisch enthält viele für den Menschen wichtige Nährstoffe. Der ausgewogene Genuss von gutem Fleisch ist somit eine wichtige Lebensgrundlage.

Fazit: Rindfleisch als Beitrag zur ausgewogenen Ernährung

Ob Fleischesser, Flexitarier, Vegetarier oder Veganer: Jede Ernährungsform hat ihre Berechtigung. Wichtig ist dabei, dass der Körper die lebenswichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhält. Im Vordergrund sollte dabei immer die Qualität der Lebensmittel stehen, was für Fleischesser und Flexitarier heißt, beim Verzehr auf mageres Fleisch zu achten. Da bei uns Rindfleisch fast ausschließlich von Jungbullen und Färsen stammt, ist der Fettanteil sehr gering. Es gilt jedoch – wie immer – die alte Regel: Alles in Maßen ist gesund, denn die Menge macht‘s!