MICHLs Metzgerei | Blog

Jeder Fleischliebhaber weiß, dass zu einem saftigen Stück Fleisch eine würzig-aromatische Soße oder Marinade gehört. Vor allem über Nacht eingelegtes und gewürztes Fleisch schmeckt besonders gut.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Marinade und Gewürze alleine bestimmten nicht über den Geschmack von Fleisch
  • Fleisch sollten Sie nicht direkt nach dem Einlegen verzehren, denn das Aroma muss sich erst verbreiten und entfalten
  • Auch die Kerntemperatur von Fleisch beeinflusst den Geschmack

Welche Faktoren beeinflussen den Geschmack von Fleisch?

Immer wieder wird behauptet, das Fleisch keinen richtigen Eigengeschmack hat, doch jeder Genießer weiß, dass das nicht stimmt. Ob Rind, Schwein oder Huhn, Fleisch hat sein eigenes Aroma.

Geschmacksbestimmend bei Fleisch sind leicht saure Komponente und der sogenannte „Umami Geschmack“. Unter „Umami“ versteht man die fleischige Geschmacksrichtung, also ein Aroma, das weder süß, salzig, noch bitter schmeckt. Doch keine Sorge: Es handelt sich nicht um einen industriell geschaffenen Geschmack, sondern kommt im Fleisch durch die enthaltenen Proteine ganz natürlich vor.

Doch dieser Eigengeschmack ist den meisten nicht genug. Kein Wunder, denn eine würzige und aromatische Marinade zum Grillfleisch ist im Geschmack unübertrefflich und auch zum Sonntagsbraten darf die Soße nicht fehlen.

Welche Gewürze machen sich bei Fleisch besonders gut?

So viel vorab: Es gibt kein bestes Gewürz oder bestes Aroma, denn die Geschmäcker sind verschieden. Was sich vor allem bei Steaks oder generell rotem Fleisch gut macht, ist schwarzer oder weißer Pfeffer. Schwarzer Pfeffer schmeckt schärfer, weißer Pfeffer verleiht Ihrem Stück Fleisch hingegen eine milde Note.

Beim Würzen sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Ob Salz, Chili oder Pfeffer, Sie sind bei der geschmacklichen Gestaltung vollkommen frei und können sich kreativ austoben.

Welche Marinaden schmecken am besten?

Es ist Sommer, Sie sitzen draußen mit Freunden und Familie, der Grill brutzelt und auf Ihrem Teller liegt ein saftiges und in Marinade eingelegtes Stück Fleisch. Wie auch bei Gewürzen gilt für die Marinaden: Es gibt keine beste, denn es kommt auf den Geschmack an.


© Canva

Rezept: Pikante Marinade für Hähnchen und Pute

Eine gute Marinade gehört zum Grillen dazu und damit Sie für die kommenden Grillabende bestens ausgestattet sind, haben wir unser Marinaden Rezept für Sie vorbereitet. Diese pikante Rezeptur ist für alle, die ihrem Hähnchenfleisch eine entscheidende Geschmacksnote verleihen wollen.

Zutaten:

Ein Pfefferone (ist geschmacksbestimmend)

Salz

Pfeffer

Zwei EL Olivenöl

Chilipulver

Paprikapulver

Zwei bis drei EL Ajvar (sorgt für zusätzliche Schärfe)

Eine Knoblauchzehe

Etwas Zitronensaft

So gelingt Ihnen die Zubereitung:

Hacken Sie den Knoblauch klein und schneiden den Pfefferone. Geben Sie die Zutaten in eine Schüssel und vermischen alles mit den Gewürzen und dem Ajvar. Würzen Sie nach belieben und geben gerne noch Kräuter nach Ihrer Wahl hinzu. Bei Marinaden gilt dasselbe wie für alle anderen Rezepte: Es muss Ihnen schmecken.

Dieses Rezept eignet sich vor allem für Hähnchen und Geflügel, doch schmeckt auch zu anderen Fleischsorten.

Rezept: Marinade für Steaks

Wer sich gerne ein ordentliches Steak schmecken lässt, der braucht eine passende Marinade dazu. Auf dem Grill gebratene und gut gewürzte Steaks sind geschmacklich schon ein purer Genuss, doch dank unseres Rezeptes werden sie noch besser.

Zutaten:

Ein bis zwei EL Olivenöl

Zwei EL Essig

Eine kleine Zwiebel

Ein bis zwei Knoblauchzehen

Zwei EL Honig

Etwas Ketchup

Gewürze nach Wahl, insbesondere Kräuter und Chilipulver bzw. Paprika

So gelingt Ihnen die Zubereitung:

Die Umsetzung dieses Rezeptes ist einfach. Schneiden Sie die Zwiebel klein und geben Öl, Essig, Gewürze, Honig und Ketchup hinzu. Wer seine Marinade lieber etwas mild haben möchte, der greift zu Paprikapulver, hingegen ist Chilipulver für diejenigen, die ihr Steak lieber scharf möchten. Optional können Sie dem Rezept mehr Knoblauch oder auch mehr Ketchup hinzugeben, das hängt von Ihren Wünschen und Ihrem Geschmack ab.

Wie lange muss mariniertes Fleisch eingelegt werden?

Marinade schnell zusammenrühren, Fleisch einlegen und dann ab auf den Grill damit – so stellen sich das viele vor, doch so sollten Sie nicht vorgehen. Wer sein Grillfleisch nach dem Marinieren direkt auf den Grill legt, muss in Puncto Geschmack zurückstecken, denn die Marinade muss erst einziehen.

Idealerweise lassen Sie Ihr Stück Fleisch über Nacht im Kühlschrank stehen, am besten zwischen 24 und 48 Stunden. Beim Würzen gelten andere Regeln, wobei das auch vom Fleisch abhängt. Eine Haxe sollten Sie nicht später als zwölf Stunden nach dem Würzen verzehren, denn das kann sich nachteilig auf den Geschmack auswirken.

Sie können festhalten: Wenn Sie Fleisch gekauft haben und es gleich marinieren, schmeckt es am nächsten Tag zum Grillabend am besten. Das heißt nicht, dass Sie Fleisch nicht unmittelbar nach dem Verzehr marinieren können, doch der Geschmack wird sich nicht vollkommen entfalten und das wäre doch schade.

Bratensoße: Ein Muss für das Stückchen Fleisch am Sonntag

Sonntag ist Bratenzeit. Und was darf zu einem saftigen Braten mit selbstgemachten Knödeln nicht fehlen? Ganz klar, die passende Soße. Auch für Ihren Sonntagsbraten haben wir ein leckeres Soßenrezept vorbereitet, das wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. So viel vorab: Planen Sie für die Bratensoße etwas mehr Zeit ein. Eine Marinade ist auf wenigen Minuten zubereitet, doch Bratensoßen benötigen etwas länger. Das Schöne ist, dass Sie den Braten aber nicht erst über Nacht einlegen müssen – Soße zubereiten, über das Fleisch gießen und fertig.

Zutaten:

Zwei ganze Zwiebeln

500 g Fleischknochen

1 Stück Sellerie

Zwei bis drei Karotten

80 bis 100 g Tomatenmark

Ca. 200 ml Rotwein (gerne auch mehr oder weniger)

1,5 Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe

Ein bis zwei Lorbeerblätter

Ein bis zwei Nelken

Gewürze (vor allem Thymian macht sich gut)

So gelingt Ihnen die Zubereitung:

Waschen, schälen und schneiden Sie das Gemüse. Braten Sie die Fleischknochen an bis sie braun werden und geben anschließend das Gemüse hinzu. Wenn alles schön braun wird, können Sie das Tomatenmark hinzugeben. Rühren Sie alles gut durch und gießen die gewünschte Menge Rotwein darüber. Fügen Sie nun 1,5 bis zwei Liter Wasser hinzu und würzen alles.

Kochen Sie die Soße für ungefähr zwei Stunden und behalten alles im Überblick. Sollte die Flüssigkeit zu wenig werden, können Sie immer wieder Wasser nachgießen. Würzen Sie die Soße nochmal nach und lassen alles für weitere 15 Minuten köcheln. Wer seine Soße schön fein haben möchte, kann sie am Ende durch ein Sieb mit Küchentüchern gießen. Das ist aber kein Muss.

Seien Sie gerne kreativ und verleihen Sie der Soße Ihre eigene Note. Sie können zum Beispiel Champignons hinzugeben oder generell das Rezept an Ihre Vorstellungen anpassen. Es muss Ihnen schmecken, nur das zählt.

FAQ

Abschließend haben wir die häufigsten Fragen zum Thema Geschmack von Fleisch und Gewürzen zusammengefasst. Sollte nachfolgend keine Antwort auf Ihre wichtigste Frage dabei sein, können Sie uns gerne kontaktieren, wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Wie würzt man Fleisch richtig?

Viele fragen sich, ob man Fleisch von beiden Seiten würzt oder es sogar in die Gewürze einlegt. Idealerweise würzen Sie Ihr Fleisch von beiden Seiten gleichmäßig. Beim Marinieren gilt übrigens dasselbe: Auch wenn das Fleisch in der Marinade drin legt, sollten Sie es von beiden Seiten eintunken, damit sich die Gewürze und Aromen am besten verteilen.

Sollte man bestimmte Gewürze vermeiden?

Die Geschmäcker sind verschieden, also gibt es auch keine Tabus. Bestimmte Gewürze wie Oregano oder Tikka Massala machen sich nicht so gut wie Paprika, Salz oder Pfeffer (die drei Klassiker), aber Probieren geht über Studieren.

Für Marinaden verwendet man im Normalfall Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika, Chili und Curry, während für Soßen vor allem Thymian und Lorbeerblätter zum Einsatz kommen.

Was hat es mit dem Eigengeschmack von Fleisch auf sich?

Der Eigengeschmack von Fleisch, auch bekannt als Umami, wird oft als die fünfte Geschmacksrichtung bezeichnet. Der Geschmack entsteht durch das in Fleisch enthaltene Glutamat. Glutamat selbst ist ein natürlicher Bestandteil von Proteinen und kommt daher vor allem in Fleisch vor.

Kann man den Umami Geschmack selbst erzeugen?

Den Umami Geschmack kann man nur bedingt selbst erzeugen, doch mit Hilfe von bestimmten Lebensmitteln ist das möglich. Der Geschmack kann zum Beispiel durch die Karamellisierung von Zwiebeln und Champignons hergestellt werden.

Kauft man besser mariniertes Fleisch oder legt es selbst ein?

Gekauft kann selbstmariniert nicht übertreffen, denn nur Sie selbst wissen, was Ihnen am besten schmeckt. Wer sich Zeit sparen möchte und sich spontan zum Grillen entscheidet, der kann auch mal mariniertes Fleisch kaufen, doch wir empfehlen die Marinade selbst zuzubereiten.

Muss man Fleischsorten unterschiedlich würzen?

Nein. Auch hier gilt, dass der individuelle Geschmack entscheidet. Man sollte jetzt nicht unbedingt Hähnchengewürz über ein Steak geben, aber auch das schmeckt dem ein oder anderen. Hähnchen und Pute werden meistens mit Curry oder Paprika eingelegt, während Steaks hauptsächlich mit Pfeffer gewürzt werden. Das sind aber Faustregeln, an denen Sie sich nicht zwingend halten müssen.

Fazit

Der Eigengeschmack von Fleisch macht sich gut, doch gewürzt oder mariniert schmeckt Fleisch einfach besser. Dank unserer einfachen und leckeren Rezepte werden Ihre Grillabende noch besser und vor allem aromatischer. Vormariniertes Fleisch können Sie auch in unserem Online Shop kaufen. Wir von MICHL – Die Allgäu Metzgerei haben ein regionales Sortiment aus qualitativ hochwertigem und leckerem Fleisch, das bei jedem gut ankommt. Überzeugen Sie sich selbst und werfen einen Blick darauf.